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BIP Ahnen

Noch immer beherrscht das Coronavirus unseren Alltag. Man hat viel Zeit, denn Besuche können gerade nicht stattfinden. Und weil nun auch noch die Abende länger werden, jedenfalls gefühlt, habe ich einen kühnen Entschluss gefasst: Ich will meine Familien-Webseiten in ein modernes Format bringen. Statt HTML-Programmierung soll es ein WordPress Format sein. Leider gibt es keine brauchbaren Vorlagen und auch die wenigen Plug-ins eignen sich nicht für meine Zwecke. Also betrete ich Neuland und werde sehen wie weit ich komme.

Seit fast zwanzig Jahren interessiere ich mich für die Familienforschung. Inzwischen sind lange Stammfolgen entstanden, hunderte von Büchern durchforstet und alles dreimal geprüft. Es kann nicht ganz verkehrt gewesen sein, was ich zusammengebracht hatte, denn zwischenzeitlich finde ich meine Eintragungen, inklusive Fehlern (ha, ha), auf den Webseiten anderer Leute. Ich betrachte es mit einem gewissen Stolz, denn welches Lob könnte größer sein, als die Kopie.

Auf diesen Seiten wird sich hoffentlich irgendwann eine Stammfolge mit zahlreichen persönlichen Geschichten herausbilden, noch aber ist das alles Versuchsgelände. Wenn Sie an meinen Daten interessiert sind, dann empfehle ich die alte Webseite. Sie ist hier zu finden: BIP Ahnen Report

Auf Spurensuche: Von HAMBURG über STETTIN nach LONDON

Nun ist es schon zwanzig Jahre her, als ich anfing mich für meine Vorfahren zu interessieren. Schon bei der Großelterngeneration kam ich in Schwierigkeiten. Die Oma hatte sich "irgendwann vor dem Krieg" scheiden lassen und deshalb nannten wir ihren Ehemann auch nicht Opa, sondern Onkel Hermann. Vom echten Großvater war mir kaum etwas bekannt, nur der Name und das Geburtsdatum. Immerhin, ein Anfang für eine Recherche. Am Ende aber wartete eine dicke Überraschung auf mich: Der verschwiegene Großvater war jüdischer Abstammung! Nie hatte man es auch nur angedeutet, dabei finde ich es mehr als interessant, denn ich bin immerhin seine Enkelin. Als ich es herausfand, war es zu spät um nachzufragen, aber immerhin konnte ich ein für mich wichtiges Stück Vergangenheit vor dem Vergessen bewahren.

Eine andere Überraschung bot mir der Familienzweig, der sich schon vor langer Zeit nach Pommern, genauer gesagt Stettin, aufgemacht hatte. Es handelt sich um die Familie Gribel, die dort jeder kennt. Jedenfalls bis zum Zweiten Weltkrieg. Dann war es nämlich mit der Herrlichkeit vorbei. Die gleichnamige Reederei, die über sieben Generationen Bestand hatte, war durch das Kriegsgeschehen ruiniert. Lange hatte die Familie ganz oben mitgespielt, verfügte über ein Netzwerk zu allen Personen, die als bedeutend galten und entsprechend gut wurden die Töchter verheiratet. Mit den norddeutschen Verwandten, die bei der Schreibform 'Griebel' blieben, hielt man über all die Jahre Kontakt. Zum Glück hat mein Großvater darüber einiges aufgeschrieben und so hatte ich einen recht brauchbaren Anfang für meine eigene Suche. Inzwischen beschäftige ich mich schon über ein Jahrzehnt mit dieser interessanten Kaufmannsfamilie und schließlich stieß ich auch hier auf eine faustdicke Überraschung. Die hat mich regelrecht elektrisiert, denn ich fing an zu ahnen (Wortspiel. Bemerkt?), was ich vorher bereits unbewusst gefühlt hatte. Ich entdeckte nämlich, dass meine Vorfahren über Generationen hinweg eine starke Beziehung zu England hatten, ganz besonders zu London! Dort, wo ich mich seit einigen Jahren so gerne aufhalte und wo ich mich stets heimisch fühle. Dieser englische Zweig, der sich rund um die Familie Gribel/Solli kräftig entwickelt hat, den möchte ich auf diesen Seiten vorstellen.

Falls Sie eine Frage haben oder mir etwas schreiben möchten, benutzen Sie bitte diese Mailadresse:

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen und vielleicht finden Sie den einen oder anderen bekannten Namen, der auch zu Ihren Vorfahren gehört.

 

Hamburg, September 2021
Brigitte Peters.

Prominente Namen

 

In England ist die Klassenzugehörigkeit noch immer von großer Bedeutung. Man unterscheidet nicht einfach in 'upper-, middle- and working-class', sondern geht viel feiner vor. Ich würde mich in die 'middle class' einordnen, aber das reicht dem Engländer nicht. Er will nämlich auch wissen, ob ich denn nun eher 'lower-middle-class' oder 'upper-middle-class' bin. Um nichts falsch zu machen, könnte ich mich in die 'middle-middle-class' retten. Muss ich aber nicht, denn mein Gegenüber findet es selbst in kürzester Zeit heraus. Das ist  eines der Dinge, die während des scheinbar oberflächlichen 'small talks' geschehen. In dem vielleicht zehn minütigen Austausch wird man genauestens betrachtet, natürlich unauffällig, und bekommt dann das Etikett aufgepappt. Meistens stimmt die Beurteilung haargenau. Da sind sie geübt und äußerst treffsicher.

Natürlich war ich neugierig, wie die Verwandtschaften in der englischen Oberklasse aussehen. Wer zählt dazu,  gibt es Ausrutscher, versteckt man womöglich einige Angehörige? Und da stieß ich schnell auf eine Überraschung, die eigentlich keine ist. Sie sind nämlich alle untereinander eng verwandt. Das ist bei uns nicht anders, aber ich wunderte mich schon, dass sich in den Ahnenreihen fast immer ein echter König finden lässt. Bei den Royals ist das Grundvoraussetzung, aber es gilt auch für (fast) alle großen Namen in der Politik.

Nach einiger Zeit wurde mir klar, warum es so ist. Grund sind zwei Könige (Charles II. + Edward VII.), die während ihrer Regenschaft ungeniert ein paralleles Leben mit zahlreichen Mätressen genossen. Sie machten daraus keinen Hehl und erkannten die Vaterschaft ihrer zahlreichen Kinder gerne an. Die waren zwar illegitim gezeugt und natürlich ohne Anspruch auf den Thron, aber gesellschaftlich wurden sie hochgeachtet. Wer die Gene eines Königs in sich trägt, ist als potenzieller Vater oder auch als Mutter willkommen. Ich habe unzählige Beispiele gefunden und ein paar 'Verwandtschaften' in diese Webseite eingearbeitet.

Verwandtschaften

Father Thames

  • Die Brücke, das Parlament, Big Ben. Alles scheint mir vertraut. Die Strassen eng und verwinkelt. Verlaufen habe ich mich trotzdem noch nie.

© 2021 - Brigitte Peters - Hamburg